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18 | 02 | 2019

„Abgefahren – wie krass ist das denn?" – so der Name eines regelmäßig durchgeführten Präventionsprojekts der Polizei. Anlass: Die hohen Unfallzahlen mit jungen Autofahrern. Mitte Januar waren wieder vier Klassen (BRW u. BG11) live dabei. Betroffene schildern hier ihre Beteiligung an schweren Verkehrsunfällen. Einige Teilnehmer verließen mit Tränen in den Augen das vollbesetzte Theater, als auf der Bühne an der Wilhelmshöhe auch mit Originalbildern und -videos zwei Unfallgeschehen geschildert wurden.


Die Protagonisten waren dieselben wie im Vorjahr, was der Eindringlichkeit und Authentizität keinen Abbruch tat. Zuerst beschrieb ein sichtlich bewegter Polizist, wie er einmal als Erster einen Unfallort erreicht hatte, wo ein 18-Jähriger ums Leben gekommen war. Zwei weitere Jugendliche waren schwer verletzt worden. Fahrerin des Unfallwagens war damals die 17-jährige Anna. Auch sie betrat mutig die Bühne und berichtete über das furchtbare Ereignis.
Der zweite ausführlich dargestellte Unfall ereignete sich auf der Lingener Umgehungsstraße. Hier starben eine Mutter mit ihrem Sohn, deren Auto mit dem eines 18-jährigen Fahranfängers frontal zusammengestoßen war. Zu Wort kamen zwei Feuerwehrleute und eine Notfallseelsorgerin. Die Pastorin hatte auch den Ehemann über den Tod der Ehefrau und des 2-jährigen Sohnes informiert. Der andere beteiligte, damals 4-jährige Sohn trug schwere Hirnschäden davon.
Abschließend wurde ein großer Ballon auf die Bühne geholt. Vor der Veranstaltung hatten die jungen Besucher ihre persönlichen Wünsche auf Kärtchen festgehalten und an den Ballon geheftet. Einige der Wünsche wurden nun vorgelesen. Um zu demonstrieren, was mit Träumen passieren kann, ließ eine Polizistin den Ballon einfach und ohne Vorwarnung platzen. Die Konfrontation damit, wie ein unbeschwertes Leben innerhalb von einer Sekunde beendet sein kann, wurde somit auf die Spitze getrieben und ging für manche Betrachter am Schluss sogar zu weit.
Nichtsdestotrotz fiel das Gesamtfazit wieder positiv aus: „Sehr beeindruckend“ – oder: „Mich hat’s total gepackt“.

 

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