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24 | 10 | 2017

An der Juniorwahl, dem bundesweit größten Schulprojekt, haben sich in dieser Woche etwa eine Million Jugendliche an über 3400 Schulen beteiligt. Allein in der Lingener BBS Wirtschaft gingen 740 Schüler an die Wahlurnen. Von Johannes Franke



Lingen. Umfassend haben sich unter anderem Schüler des Franziskusgymnasiums, des Georgianums und der Gesamtschule Emsland auf die Bundestagswahl vorbereitet. Im Alten Schlachthof hatte das Kinder- und Jugendparlament (Kijupa) der Stadt Lingen ebenfalls eine U-18-Wahl organisiert.

740 Schüler aus 36 Klassen der kaufmännischen Berufsschulen, Fachoberschulen und Berufsfachschulen der BBS Lingen Wirtschaft konnten bereits ihre Kandidaten und Parteien ankreuzen. Wie bei der „echten“ Bundestagswahl gehen 28 Schüler der WVF2-1 (Kaufmann-, frau für Versicherungen und Finanzen) mit ihren Wahlbenachrichtigungen und dem Ausweis in den Wahlraum. Die Wahlhelferinnen Zoe und Vanessa überprüfen das Wählerverzeichnis und sorgen für den formal reibungslosen Wahlvorgang. „Uns macht es Freude, dieses Amt während der nächsten drei Stunden auszuüben“, sagen die Schülerinnen aus der Berufsfachschule für Hauptschulabsolventen.

Für alle Schüler der teilnehmenden Schulen ist die Juniorwahl 2017 eine gute Gelegenheit, die Bundestagswahl zu simulieren. Demokratische Entscheidungsprozesse im späteren Leben können so eingeübt werden. „Ein erheblicher Teil der Schüler an der BBS Wirtschaft interessiert sich entweder stark für Politik, nimmt sogar schon aktiv am politischen Leben teil. Ein anderer Teil jedoch ist politisch nicht sonderlich interessiert und will eventuell auch nicht zur Wahl gehen“, sagt Schulleiter Hans-Jürgen Grosse. Für den Studienreferendar Oliver Klitzke ist es deshalb auch Aufgabe der Schule, „alle Schüler über die Wichtigkeit von Wahlen und Politik zu informieren, damit sie sich ein eigenes politisches Urteil bilden, andere Urteile kritisch hinterfragen können und die Bedeutung von Wahlen in unserer Demokratie als wichtiges Gut begreifen.“ Gut vorbereitet fühlen sich die Jungwähler, die ihr Wahlrecht auf jeden Fall am Sonntag nutzen wollen. Für Studienrätin Sabine Litfin ist es wichtig, „dass die Schüler sich im Vorfeld informieren, den Wahlakt bereits kennenlernen, dadurch auch Hemmungen für die Wahl verlieren.“

Im Vorfeld und nach der Juniorwahl diskutierten die Schüler über den Sinn und Zweck von Wahlen. „Vor drei Jahren war ich noch in Syrien. Die Juniorwahl hat mir nun erstmals gezeigt, wie man in Deutschland wählen geht. Für mich ist das keine Selbstverständlichkeit, sondern gelebte Demokratie ohne politischen Druck und in Freiheit. Das kannte ich vorher nicht“, betont Abdullah. Für Claudia ist es „ein toller Anreiz, am Sonntag wählen zu gehen“, was ihre Mitschüler bestätigen. Jetzt sind alle gespannt, wie die Ergebnisse im Vergleich zur echten Wahl ausfallen werden.

Das Ergebnis der Juniorwahl wird am Wahlsonntag um 18 Uhr auf www.juniorwahl.de veröffentlicht. Die Ergebnisse der U-18-Wahl sind bereits auf www.u18.org zu sehen.


Schüler des BBS Lingen Wirtschaft haben bereits gewählt: bei der Junior-Wahl, deren Ergebnisse erst am Sonntag veröffentlicht werden. Foto: Johannes Franke

 Quelle: Lingener Tagespost vom 23.09.2017

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